Bemusterung

Ein großer Meilenstein bei der Planung eines Fertighauses ist ja immer die Bemusterung. D.h. man fährt in ein zentrales Bausstoffzentrum des Bauträgers, um sich da die verschiedenen Baustoffe und Materialien anzusehen und auszusuchen. Der Bauträger sorgt dann dafür, dass diese jeweils rechtzeitig bis zur Baustelle geliefert werden.

Meist nimmt man dann verschiedenen (Innen-) Ausbaupakete und bezahlt dafür einen gewissen Preis.Bei der Bemusterung sucht man dann aus der Standardausstattung das aus, was einem zusagt. Wenn’s hochwertiger werden soll, dann kostet das Aufpreis. Das Ziel das Bauherren ist also sein Budget einzuhalten, das des Bauträger möglichst viel aufpreispflichtiges Material zu verkaufen. Denn sind wir mal ehrlich, mit dem Haus machen die kaum Marge. Daher heißt das dann auch “emotionale Pakete” oder so ähnlich. Mit der popoweichen, sandgestrahlten Riesenformatfliese kann man viel leichter Geld verdienen als mit Dachbalken.

Auf Anraten unseres Verkäufers und auf Grund unserer eigenen Vorlieben, haben wir daher “nur” das Haus von massa genommen und suchen uns die Materialien für den Ausbau lieber selbst, da wir selbst und transparent entscheiden können, wo wir mehr ausgeben wollen und wo nicht. Abgesehen davon hätte ich ernste Probleme, mir innerhalb eines Tages das komplette Styling unseres Hauses auszusuchen. Ich bin kein Innenarchitekt. Für mich ist das mehr ein Puzzlespiel. Ich will unbedingt einen bestimmten Bodenbelag, den ich mir lange überlege und mache mir dann auch mit genug Zeit und Muße Gedanken, welche anderen Entscheidungen (Treppenfarbe, Wände, Lichtschalter, etc.) das bedingt oder einschränkt.

Also lange Rede kurzer Sinn: wir haben nur den Pflichtteil gemacht. D.h. wir haben nur die reine “Rohbaukonfiguration” ausgesucht: Putzfarbe, Dachziegel, Fensterfarbe, Farbe der sichtbaren Holzteile, welche Haustür und wo kommt Sichtschutzglas rein. Das ganze hatten wir auch schon mit unserer Architektin ausgesucht und es ging dann nur noch darum, dies bestätigen oder zu korrigieren, falls z.B. der Putz in echt nach nix aussieht. Darüber hinaus hatten wir noch einen Gutschein über 1.000€, den wir natürlich verbraten wollten.

Da also eigentlich nix zu entscheiden war, bin ich auch alleine hingefahren. Die beiden Kinder 4,5h einfach durch die Republik zu karren, um eine Stunde maximal was auszusuchen, hätte sich nicht gelohnt. Ich habe dann eine Vollmacht meiner Frau mitgenommen, da wir beide den Vertrag unterschrieben hatten und das war’s dann.

Die An- und Abreise war ereignislos, finde ich jetzt auch nicht so interessant, daher hier kurz noch der Ablauf. Ich habe unserem Berater gleich zu Anfang gesagt, dass ich nur den Pflichtteil machen möchte und den Gutschein loswerden möchte. Daraufhin hat er mir die Vorberechnung gezeigt, was es kosten würde, wenn ich bestimmte Innenausbaupakete nehmen würde. Wir haben dann entschieden, dass wir uns die Türen und Fensterbänke mal ansehen, ob wir den damit verbraten. Die technische Bemusterung des Hauses lief dann unspektakulär. Ich habe nur bestätigt, was wir sowieso schon entschieden hatten. Dann haben wir uns die Türen angesehen. Da wir 2,75m Deckenhöhe haben werden, war die Frage, ob wir normale 2,01m Standardtüren nehmen werden oder die 2,11er. Die größeren sahen eindeutig besser aus, daher war das dann schnell geklärt. Auch Dekor (Esche weiß) und Drücker waren schnell erledigt. Ich hab mich mit meiner Frau per WhatsApp verständigt, da ging das dann fix. Da wir vorher schon wussten, dass wir weiße Türen wollen, war die Auswahl dann begrenzt. Dann ging es nur noch darum, ob wir Kloschlösser in den entsprechenden Räumen wollen (ja wollen wir) und ob ein Lichtausschnitt in die Wohnzimmertür wollen (nein wollen wir nicht). Beim Lichtausschnitt hat mich der Berater echt positiv überrascht und nachdem mir der Aufpreis eigentlich zu teuer war (~400€ inkl. Glas) gemeint, dass die Tür eh immer auf sei und daher nicht unbedingt nötig. Fensterbänke haben wir verworfen. Da war nix, was mich angelacht hat. Wir werden jetzt wahrscheinlich etwas mehr Laminat kaufen und daraus welche basteln. Das sieht dann einheitlicher aus und ist sehr günstig.

Die 8 Türen haben dann 2.300€ gekostet minus die 1.000€ vom Gutschein, so dass wir weit unterhalb unseres Budgets von 3.000€ für Türen und Fensterbänke waren. Sonst gab es keine weiteren Aufpreise, so dass das gut gelaufen ist.

Soviel erst mal zur Bemusterung. Ich werde dann die Tage noch ein paar Sachen zur Baugehmigung und Elektro und so schreiben.

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